Schule ohne Rassismus

13.02.2017

Puricelli Realschule plus Rheinböllen

erhält offiziell den Titel:

„Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde der einzigen weiterführenden Schule der Stadt Rheinböllen mit der Übergabe des Schildes „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ das Recht verliehen, den gleichlautenden Titel zu führen.

Schulleiterin Brunhild Thomas begrüßte sowohl die Schulgemeinschaft als auch die Ehrengäste und eröffnete mit einer kurzen Ansprache die Feierstunde, deren organisatorische Vorbereitung und Ausgestaltung von Kollegin Sarah Huhn übernommen worden war. Anschließend übergab Frau Thomas das Wort an die Hauptpersonen der Versammlung:

Ein wenig aufgeregt aber dennoch selbstbewusst und mit berechtigtem Stolz stellten drei Schülerinnen der Klasse 10c, Nathalie Lessmoellmann, Ines Bannour und Alina Stoltefuß der vollzähligen Schulgemeinschaft nebst den Ehrengästen (Anke Lips, Landeskoordination der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz; Bernadette Oberthür, Stadtbürgermeisterin Rheinböllen; Hans-Josef Bracht, Landtagsabgeordneter und Vizepräsident des 17. rheinland-pfälzischen Landtages) anschaulich und überzeugend dar, wie sich die Schüler/innen der Puricelli-Schule auf den Weg gemacht haben , „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zu werden, welche Projekte durchgeführt wurden und welche geplant sind. Sie machten deutlich, was es für sie bedeutet, Mitglied eines bundesweiten Netzwerkes zu sein, das von Schülern/innen, für Schüler/innen ins Leben gerufen wurde. Überzeugend stellten sie dar, dass das für sie und die Schülerschaft bedeutet, unsere Gesellschaft ein Stückweit toleranter zu machen, niemanden zu diskriminieren (zu „dissen“). Niemand sollte unterdrückt werden aufgrund seiner Religion, seiner Herkunft, seiner körperlichen Merkmale, seiner sexuellen Orientierung, oder seines Andersseins. Erfreut konnten Sie berichten, dass ihre Überzeugungen von 90% der Schülerschaft durch Unterschrift mitgetragen werden obwohl die Titelverleihungsbedingung nur 70% vorausgesetzt.

Herr Hans–Josef Bracht, Pate über diese Anti-Rassismus-Projekte an der Rheinböller Puricelli-Schule, lobte in seiner Ansprache zum einen die vielfältigen, diesbezüglichen Schüler-initiierten Aktivitäten und betonte zum anderen, welch wichtigen Beitrag sie durch ihr Handeln zur Erhaltung von Demokratie, Recht und Freiheit in unserem Heimatland leisten, wie sie damit bereits Verantwortung für sich und andere übernehmen. U.a. zitierte er ermahnend Johann Wolfgang Goethe: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“ und versprach, die Schülerschaft in ihrem demokratischen Wirken gern zu unterstützen, lud sie auch zum Besuch des Landtages ein.

Frau Anke Lips – war eigens angereist, um mit dem genannten Schild ein gut sichtbares Symbol für das bisher erfolgte und zukünftige Engagement der Schulgemeinschaft zu übergeben. Sie ermutigte die Schülerschaft den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und versicherte ihnen, stets Ansprechpartnerin für sie zu sein.

Musikalische Abwechslung in die Veranstaltung brachten das Klavierspiel von Lorraine Grenwelge (9c) und der „Tanz der Nationen“ vorgeführt durch die Mitglieder der GTS-AG „Tanz“ - eingeübt von Kollegin Christelle Remy.

Die Schulgemeinschaft ist stolz, dass nun künftig jeder Besucher der Puricelli-Schule schon beim Betreten des Gebäudes sofort sehen kann, welch positive Grundeinstellung hier vertreten wird.

Im unteren Link befindet sich ein Film zum Projekt

 

Foto: SoR1

Fotoserien zu der Meldung


Schule ohne Rassismus (13.02.2017)